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geboren am 20.07.1997
Diagnose Linsenluxation
im November 2000
Bereits im Alter von 1 1/2 Jahren fiel uns an Filip auf, dass er eventuell
nicht gut sehen könnte. Es folgten in halbjährlichen Abständen
Augenarztbesuche, bei denen man uns versicherte, Filip sehe seinem Alter
entsprechend gut . Als Filip mit drei Jahren eines morgens seine Brötchen
auf dem Teller sichtlich ertasten musste, war uns klar, dass wir nicht
übervorsichtig sind, sondern Filip vermutlich mangelnd untersucht
wurde. Wir wechselten den Augenarzt, worauf die Linsenluxation diagnostiziert
und die Möglichkeit einer angeborenen Stoffwechselstörung in
Erwägung gezogen wurde.
Aufgrund dieser Linsenluxation war unser Filip bis März 2002 sehbehindert.
Sein Visus war schwankend zwischen 0,1 und 0,3 mit Brillen von anfänglich
-11,5 + -12,5 über -14,5+-15,5, später -18,5 dpt..
Nachdem die Diagnose Linsenluxation in 11/00 gefallen war, wurde Filip
zusätzlich an einer Uni-Augen-Klinik betreut. Für die ständig
wechselnden Assistenzärzte gab es keine Möglichkeit für
eine OP - und die war für uns jedesmal Thema, um Filip´s Entwicklung
durch besseres Sehen voranzubringen.
Im Dezember 2001 wandten wir uns an einen Augenarzt in Düsseldorf,
der Filip durch Implantation geeigneter Linsen helfen konnte.
Filip wurde im Januar und Februar 2002 in Düsseldorf operiert und
hatte bereits im Juli 2002 einen Visus von nahezu 1,0 mit geringer Brillenkorrektur.
Diagnose Homocystinurie
im Mai 2001
In den meisten Fällen wird
erst nach Diagnose der Linsenluxation (90%) die Grunderkrankung der Homocystinurie,
häufig aber auch fälschlicherweise des Marfan-Syndroms, in Erwägung
gezogen. Bedauerlicherweise versucht man heute noch die Homocystinurie
über den Urin zu bestimmen, was meist fehl läuft und wie in
Filip's Fall dazu führt, die Homocystinurie zu verneinen.
Nur durch eine spätere Blutuntersuchung (Homocystein im Serum) konnte
dann mit zeitlicher Verzögerung doch die Stoffwechselstörung
Homocystinurie bestätigt werden.
Nach fast vier Lebensjahren unseres Sohnes bekamen wir Eltern nun Antwort
auf viele Fragen innerhalb der Entwicklung unseres Kindes. Wir waren froh
nicht mehr im Dunkeln zu tappen und hatten nun Ansatzpunkte, um mit geeigneten
Therapien den Zustand von Filip zu verbessern oder zu stabilisieren.
| Filip
mit 4 1/2 Jahren (Dezember 2001). Starke Brille (-18,00 dpt.,
damit kurzfristig Visus von 30%, abfallend auf 10%). |
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Filip
mit 5 Jahren. 1/2 Jahr nach Augen-OP. Filip sieht zwischen
80 und 100%, schwache Brillengläser.
Erst jetzt wird deutlich, wie wenig er wirklich sah. Er entdeckt
in dieser Zeit den Mond (das war bisher die Straßenlaterne),
die Sterne,
Muttermale auf der Haut, Schneeflocken, Hagel und
ganz wichtig, faszinieren ihn die ziehenden Wolken am Himmel.
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